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UML in der Anforderungsanalyse

Die Spezifikation der Requirements sollte in einer semi-formalen Notation erfolgen. Weiterhin basieren viele moderne Methoden der Softwareentwicklung auf objektorientierten Konzepten. Die objektorientierte Analyse setzt auf diese Ausgangssituation auf und nutzt die UML (Unified Modeling Language) bereits erfolgreich während der Analyse von Systemen.

Dabei braucht der Analytiker aus dem Gesamtumfang der UML für seine tägliche Arbeit vor allem vier wesentliche Diagramme. Für die Spezifikation des Verhaltens:

  • Use Case Diagramm
    Stellen die fachliche Beziehung eines Akteurs mit dem System dar und „zerlegen“ das System in handhabbare, logische Teile
  • Aktivitätsdiagramm
    Modellieren das Verhalten des System und geben einen detaillierten Einblick in alle möglichen Abläufe inklusive Nebenläufigkeiten und alternativen Entscheidungswegen
  • Zustandsdiagramm
    Zeigen wie ein Element (z.B. ein Fachklassenobjekt) seinen Zustand verändern kann und wie durch diese Zustandsänderung das Systemverhalten beeinflusst wird

Neben dem Verhalten wird die Systemstruktur spezifiziert. Hier ist für die Analyse vor allem das „Klassendiagramm“  hervorzuheben, wodurch sich statische Eigenschaften und Beziehungen spezifizieren lassen. Hieraus ergeben sich für den Analytiker zwei Vorteile:

  • Zusammenhang  der Fachbegriffe
    Fachbegriffe, die z.B. in einer Use Case Beschreibung zu Missverständnissen führen könnten, werden in einem natürlich-sprachlichen Glossar hinterlegt. Durch die Verwendung des Klassendiagramms lassen sich „Fachklassen/-attribute“ in einen fachlichen Zusammenhang bringen. Auch ein „Mengengerüst“, fachliche Kompositionen,…, sind im Klassendiagramm gut darstellbar. Das Klassendiagramm ergänzt hierdurch das natürlich-sprachliche Glossar.
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
    Das früher verwendete „Entity-Relationship-Modell“  wird heutzutage weitgehend durch das Klassendiagramm ersetzt. Dabei übernimmt das Klassendiagramm weniger die spätere Umsetzung der Architektur, sondern schafft vielmehr eine erste, korrekte Sichtweise auf das spätere System. Dieses „Fach(-klassen)konzept“ beantwortet die Frage, wie entsprechende Fachklassen und das Systemverhalten strukturiert sind. Jeder Stakeholder ist somit in Lage sich effizient einen Überblick über das System in seiner fachlichen Beschaffenheit zu bilden.

Die UML ist eine mächtige Technik für die Umsetzung der Objektorientierten Analyse. Mit dem richtigen Wissen über deren Einsatz lassen sich System- und Softwarespezifikationen erstellen die allen Anforderungen genügen.

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